Sonderpädagogische Frühförderung

Was ist Frühförderung?

Die Frühförderung ist ein Hilfeangebot für Kinder mit Entwicklungsauffälligkeiten, drohender oder bereits bestehender Behinderung sowie deren Eltern und Bezugspersonen.

Im Landkreis Konstanz wird Frühförderung sowohl an den Interdisziplinären Frühförderstellen des Caritasverbandes als auch an mehreren Sonderpädagogischen Beratungsstellen mit verschiedenen fachlichen Schwerpunkten angeboten.


Die Sonnenland-Schule Stockach hat im Landkreis Konstanz an drei Standorten „Sonderpädagogische Beratungsstellen mit dem Schwerpunkt Sprache und Kommunikation“ als Außenstellen eingerichtet. (Diese Beratungsstellen sind zwar Bestandteil der Schule, arbeiten jedoch unabhängig.)

Stockach


im Verbund der Sonderpädagogischen Beratungsstellen der Goldäckerschule und der Sonnenland-Schule

 

Hägerweg 11a, 78333 Stockach

Tel.: 07771/ 80 24 47

Radolfzell


im Verbund der Sonderpädagogischen Beratungsstellen Radolfzell

 

 

Luisenplatz 2, 78315 Radolfzell

Tel: 07732/ 82 38 092

Konstanz


Sonderpädagogische Beratungsstelle (Schwerpunkt Sprache) im Schulkindergarten für Sprachbehinderte

 

Sonnenbühlstr. 34, 78464 Konstanz

Tel: 07531/ 76 881


Unsere Sonderpädagogische Beratungsstellen

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren Sonderpädagogischen Beratungsstellen

  • sind Sonderschullehrkräfte mit dem fachlichen Schwerpunkt „Sprach- und Kommunikationsentwicklung“
  • handeln ausschließlich im Auftrag und Einverständnis der Erziehungsberechtigten
  • unterliegen der Schweigepflicht

Unsere Angebote und Beratung beruhen auf einer vertrauensvollen Zusammenarbeit sowie Freiwilligkeit aller Beteiligten. Wir sind den geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen verpflichtet.

Alle Leistungen und Angebote der Sonderpädagogischen Beratungsstellen sind rezept- und kostenfrei.


Zugang zu unseren Sonderpädagogischen Beratungsstellen

Angebote der Frühförderung können ab Geburt bis zum Eintritt in einen Schulkindergarten oder in die Schule in Anspruch genommen werden.

Eltern und andere Ratsuchende können sich direkt an eine der Beratungsstellen wenden.

Die Kontaktaufnahme ist sinnvoll, wenn:

  • Eltern Fragen haben oder sich Sorgen bezüglich der (sprachlichen) Entwicklung ihres Kindes machen
  • Eltern feststellen oder den Hinweis z.B. von Erzieherinnen oder Ärzten bekommen, dass die (sprachliche) Entwicklung ihres Kindes anders oder verzögert verläuft
  • Eltern aufgrund einer vorhandenen (sprachlichen) Entwicklungsstörung oder Behinderung ihres Kindes Beratung oder Förderung wünschen

Unsere Ziele

  • Die Gesamtentwicklung, insbesondere die Kommunikations- und Sprachentwicklung, durch gezielte Hilfen und Förderung sowie individuelle Beratung und Anleitung der Eltern und Bezugspersonen bestmöglich unterstützen.
  • (sprachliche) Entwicklungsauffälligkeiten möglichst früh erkennen

  • mögliche Auswirkungen einer (sprachlichen) Entwicklungsbeeinträchtigung oder (sprachlichen) Behinderungen mildern, ausgleichen oder verhindern

Dem Kind soll das höchste Maß an Aktivität und Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft ermöglicht werden, indem es bestmöglich in seiner individuellen Entwicklung unterstützt und gefördert wird.


Unsere Arbeitsgrundsätze

Wir arbeiten nach den Arbeitsgrundsätzen der Frühförderung:

 

Ganzheitlich: Wir betrachten das Kind in seiner Gesamtpersönlichkeit und sprechen es mit all seinen Interessen und Bedürfnissen an.

 

Kindorientiert: Wir gehen von dem individuellen Entwicklungsstand des Kindes aus und begegnen ihm förderlich auf spielerische und handlungsorientierte Weise.

Familien- und umfeldorientiert: Wir beachten, dass das Kind mit der Familie und seiner Umgebung verbunden ist. Wir orientieren uns an dem Bedarf und den Möglichkeiten der Familie und ihres Umfeldes. Daher ist uns ein Austausch mit den Erziehungsberechtigten und anderen wichtigen Betreuungspartnern wichtig.

 

Interdisziplinär vernetzt: Das Einverständnis der Erziehungsberechtigten vorausgesetzt, beziehen wir beteiligte Fachleute ein und bemühen uns darum, Maßnahmen mit ihnen aufeinander abzustimmen.


Unser Angebot umfasst:

Früherkennung und Diagnostik, Beratung und Begleitung für Eltern und andere Bezugspersonen sowie Förderung für Kinder, die in einem oder mehreren Bereichen ihrer Entwicklung auffällig oder beeinträchtigt sind.

Die sonderpädagogische Diagnostik dient der Feststellung des Entwicklungsstandes und des individuellen Förderbedarfs.

Dazu gehören Gespräche mit den Eltern sowie Beobachtungen in der Einzel- und Gruppensituation in spielerischer Atmosphäre. Dabei wenden wir auch Fragebögen oder informelle Überprüfungsverfahren an. Darüber hinaus bedienen wir uns je nach Fragestellung verschiedener standardisierter Testverfahren.

Das Einverständnis der Eltern vorausgesetzt, nehmen wir zum Informationsaustausch auch Kontakt zu weiteren Einrichtungen (z.B. Kindergarten) und Fachleuten (z.B. Therapeuten, Ärzten, Gesundheitsamt) auf, die das Kind betreuen.


Eine ausführliche Beratung und Begleitung der Erziehungsberechtigten (ggf. der Erzieherinnen und anderer Betreuungspersonen) mit Empfehlungen bezüglich weiterführender Diagnose- sowie Fördermaßnahmen schließen sich an die Diagnostik an.

Durch einzelfallbezogene Besprechungsrunden können diagnostische und therapeutische Maßnahmen verschiedener Fachkräfte koordiniert und sinnvoll aufeinander abgestimmt werden.

Einzelfallbezogen und nach Bedarf arbeiten wir mit Kindertageseinrichtungen, anderen sonderpädagogischen Beratungsstellen, den Interdisziplinären Frühförderstellen der Caritas, Logopäden, Ergotherapeuten, Heilpädagogen, Psychologen und anderen Fachkräften/Therapeuten/Beratungsstellen sowie mit Kinderärzten, Fachärzten, sozialpädiatrischen Zentren (SPZ), dem Gesundheitsamt und dem Jugendamt zusammen.

Förderung findet als Einzel- oder Kleingruppenförderung (mit unterschiedlichen Schwerpunkten, z.B. Sprache und Kommunikation, Sprache und Bewegung, Psychomotorik) in der Beratungsstelle statt und schließt eine begleitende Beratung und Übungsanleitung der Eltern mit ein.

 

Zur Vernetzung und Information:

  • bieten wir anonyme Fallbesprechungen für Erzieherinnen oder andere Fachkräfte an
  • bieten wir Elternabende oder Elternsprechnachmittage in den Kindergärten an, an welchen wir unsere Arbeit und Zugangsmöglichkeiten zu den Beratungsstellen vorstellen
  • nehmen wir an den Veranstaltungen der Arbeitskreise Frühförderung teil

Weitere Informationen sind auf der Homepage des Staatlichen Schulamtes im „Hilfekompass“ oder unter „Regionale Arbeitsstelle Frühförderung“ zu finden.